Der Triathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen mit ununterbrochener Zeitnahme. Merkmal des Triathlons ist das unmittelbare Aufeinanderfolgen der drei unterschiedlichen Disziplinen(Schwimmen, Radfahren und Laufen) und der damit verbundenen Umstellung der Muskulatur auf die jeweilige Disziplin. Besonders der Lauf nach dem Radfahren ist dabei der vermeintlich schwierigste Teil, da beim Laufen auf die durch das Radfahren bereits ermüdete Beinmuskulatur zurückgegriffen werden muss. Gute Triathleten zeichnen sich dadurch aus, die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen so kurz wie möglich zu halten und so schnell wie möglich den Körper auf die neue Belastung einzustellen.

Verschiedene Arten von Multiwettkämpfen:
- Aquathlon: Schwimmen + Laufen
- Crosstriathlon: Schwimmen + Mountainbike + Crosslauf
- Crossduathlon: Crosslauf + Mountainbike + Crosslauf
- Duathlon: Laufen + Rad + Laufen
- Gigathlon: Schwimmen + Rad + Kanu bzw. Inlineskating + Lauf
- Triathlon: Schwimmen + Rad + Laufen
- Wintertriathlon: Crosslauf + Mountainbike + Langlauf (Skating)
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Triathlon-Glossar:
Abwärmen: Trainingsabschnitt mit geringer Intensität zum Abschluss eines Trainings, der den Übergang von der Belastung zur Erholung erleichtern soll.
Adaptation: Die Fähigkeit des Körpers, sich im Laufe der Zeit an Trainingsreize anzupassen, um die davon ausgehende Belastung zu verringern. Kurz: Durch wiederholte Stimulierung reagiert unser Körper besser auf diese konkrete Anforderung.
aerob: Stoffwechselvorgang mit ausreichender Sauerstoffversorgung.
aerobe Kapazität (VO2max; aK): Die maximale Sauerstoffmenge, die die Muskeln eines Sportlers während einer Minute höchster körperlicher Anstrengung verbrauchen können. Die aerobe Kapazität wird auch als maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit oder VO2max bezeichnet.
Alternativtraining: Eine Trainingseinheit in einer anderen Sportart als den Wettkampfdisziplinen.
anaerob: Wörtlich: ohne Sauerstoff; Stoffwechselvorgang des Körpers bei einer sportlichen Leistung, für die mehr Energie aufgewendet werden muss, als Herz, Lunge und Blut hierfür an Sauerstoff liefern können. Der anaerobe Stoffwechsel stellt kurzfristig enorme Energiemengen bereit, allerdings kann auf diese Weise keine länger andauernde Leistung aufrechterhalten werden.
anaerobe Schwelle (anS): Das höchste Intensitätsniveau, auf dem der Körper Milchsäure so schnell abbauen kann, wie sie gebildet wird. Im Bereich der anaeroben Schwelle kommt es zu keiner leistungsmindernden Milchsäureanhäufung in den Muskeln. Eine geringfügig höhere Intensität kann jedoch bereits zur Übersäuerung führen. Eine alternative Bezeichnung ist Laktatschwelle.
Aufbauperiode: Trainingsperiode im Anschluss an die Grundlagenperiode. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der spezifischen Fertigkeiten Kraftausdauer, Schnelligkeitsausdauer und Schnellkraft. Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit werden aufrechterhalten.
Aufwärmen: Abschnitt mit niedriger Intensität zum Auftakt einer Trainingseinheit, um den Körper aus dem Ruhezustand in Leistungsbereitschaft zu versetzen.
Ausdauer: Das Vermögen, über einen längeren Zeitraum zu trainieren und der Ermüdung zu widerstehen.
Belastung: Bezeichnet den Beanspruchungsgrad des Trainings, der sich aus der Kombination von Trainingshäufigkeit, -intensität und -dauer ergibt.
Belastungsintervall: Hochintensiver Trainingsabschnitt, der beim Intervalltraining von Regenerationsphasen unterbrochen wird.
Dauer: Der zeitliche Umfang eines Trainings oder eines bestimmten Trainingsabschnitts.
Einbrechen: Ein Erschöpfungszustand, verursacht durch aufgebrauchte Glykogenreserven (Kohlenhydrate), die die Muskeln mit Energie versorgen.
Fett: Ein Nahrungsbestandteil, den der Körper auch aus anderen Energiequellen aufbauen kann. Fett besitzt die höchste Energiedichte und spielt als Energielieferant bei langen und lockeren sportlichen Belastungen eine wichtige Rolle.
Frequenz: Die Anzahl der Bewegungsfolgen pro Minute, das heißt der Armzüge beziehungsweise Beinschläge beim Schwimmen, der Pedalumdrehungen auf dem Rad oder der Laufschritte.
Gesäßmuskel (Gluteus maximus): Größte und stärkste Muskelgruppe des Körpers (Pobacken), die sich an der Rückseite des Beckens befindet und an der Hüftstreckung beteiligt ist.
Glukose: Die Zuckerart, die im menschlichen Körper aus allen zugeführten Kohlenhydraten letztlich gebildet und bei Muskelarbeit verbrannt wird.
Glykämischer index (GI): Die Einstufung von Nahrungsmitteln in Abhängigkeit davon, wie schnell die darin enthaltenen Kohlenhydrate verdaut werden und in den Blutkreislauf gelangen.
Glykogen: Die Speicherform für Kohlenhydrate im menschlichen Körper; wird aus Glukose gebildet und vornehmlich in den Muskeln und in der Leber gespeichert.
Glykolyse: Energiegewinnung durch Veratmung von Glukose.
Grundlagenperiode: Trainingsperiode, in der die Verbesserung der Grundfertigkeiten Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit im Vordergrund steht.
Häufigkeit: Die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche.
hintere Oberschenkelmuskeln: Die Muskelgruppe an der Rückseite der Oberschenkel, die für das Beugen der Knie zuständig ist und an der Hüftstreckung mitwirkt.
Intensität: Bezeichnet die sportliche Belastung eines Athleten.
intermediäre Muskelfasern (Typ II A): Eine Muskelfaserart, die sich durch Kraft- und Schnelligkeitsentfaltung sowie aerobe und anaerobe Energiebereitstellung im mittleren Bereich auszeichnet.
Intervalltraining: Eine Trainingsmethode, bei der sich relativ kurze Phasen hoher Intensität mit Phasen geringerer Intensität abwechseln. Dabei werden die Regenerationsphasen so kurz gehalten, dass keine vollständige Erholung zwischen den Belastungen stattfindet.
Kohlenhydrate: Nahrungsbaustein, der in den Muskelzellen und in der Leber als Glykogen gespeichert und von den Muskeln zur Energiegewinnung in Glukose umgewandelt wird. Stärke, Zucker, Obst und Gemüse liefern besonders viele Kohlenhydrate.
Koppeltraining: Trainingseinheit, in der Triathleten oder Duathleten – so wie am Wettkampftag – nach dem Radfahren mit minimaler Erholungszeit zum Lauf übergehen.
Kraft: Die Fähigkeit, große Widerstände zu überwinden oder zu halten.
Kraftausdauer: Die Kontraktionsfähigkeit eines Muskels oder einer Muskelgruppe als Reaktion auf einen Widerstand, über einen längeren Zeitraum hinweg und ohne zu ermüden.
Laktat: Ein Salz der Milchsäure, das bei der anaeroben Glykolyse (Milchsäuregärung) entsteht. Umgangssprachlich als Synonym für Milchsäure verwendet.
Laktatschwelle (LS): Das höchste Intensitätsniveau, auf dem der Körper Milchsäure so schnell abbauen kann, wie sie gebildet wird. Im Bereich der Laktatschwelle kommt es zu keiner leistungsmindernden Milchsäureanhäufung in den Muskeln, eine geringfügig höhere Intensität kann jedoch bereits zur Übersäuerung führen. Eine alternative Bezeichnung ist ‚anaerobe Schwelle‘.
Langsam zuckende Muskelfaser (Typ I): Eine Muskelfaserart, die sich durch schwächere und langsamere Kontraktionen auszeichnet, aber eine hohe Resistenz gegenüber Ermüdung aufweist. Langsam kontrahierende Muskelfasern haben sehr hohe aerobe und sehr geringe anaerobe Fähigkeiten.
Milchsäure: Ein Abbauprodukt bei der anaeroben Aufspaltung von Glukose, wenn der Muskulatur eine Leistung abverlangt wird, für die das Blut nicht mehr genügend Sauerstoff zur Verfügung stellen kann.
Periodisierung: Die Unterteilung eines Trainingsjahres in mehrere Perioden mit jeweils unterschiedlichen spezifischen Zielsetzungen und Prioritäten.
Progression: Theorie, nach der Umfang und Intensität des Trainings im Laufe der Zeit allmählich zunehmen sollten, wobei jeder Trainingsabschnitt auf vorhergehenden Abschnitten aufbaut.
Proteine (Eiweiß): Ein Nährstoff, der unter anderem als Baustein für die Muskulatur dient. Nur wenige Sportler nehmen genug Proteine zu sich. Magere Fleischsorten decken den Proteinbedarf am besten ab, ebenso Milchprodukte, Hühnereiweiß und Nahrungsergänzungsmittel wie Eiweißpulver oder Proteindrinks.
Quadrizeps: Muskelgruppe am vorderen Oberschenkel, die für die Streckung des Knies zuständig ist.
Regeneration: Eine Trainingsperiode mit dem Ziel der Erholung.
Rückstoßelastizität: Ein Mechanismus, demzufolge beim Dehnen in der Muskulatur und im Bindegewebe eines Sportlers Energie gespeichert und anschließend wieder freigesetzt wird, wenn diese als Relex auf die Dehnung wieder ihre ursprüngliche Länge annehmen (sog. Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus). Synonym für Muskelelastizität.
Satz / Serie: Eine Reihe von Wiederholungen.
Schlüsseltraining: Eine wichtige Trainingseinheit, die auf wesentliche Veränderungen abzielt, um bestimmte Aspekte der sportlichen Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Schnell zuckende Muskelfaser (Typ II B): Eine Muskelfaserart, die sich besonders stark und schnell zusammenziehen kann. Schnell kontrahierende Muskelfasern besitzen sehr hohe anaerobe und sehr niedrige aerobe Fähigkeiten, weshalb sie für Sprints besonders wichtig sind.
Schnelligkeit: Aktions-/Bewegungsschnelligkeit. Nicht gleichbedeutend mit Tempo oder Geschwindigkeit.
Schnelligkeitsausdauer (anaerobe Ausdauer): Die Fähigkeit eines Sportlers, über einen längeren Zeitraum eine Belastung weit oberhalb der Laktatschwelle aufrechtzuerhalten.
Schnellkraft: Kombination aus Kraft und Schnelligkeit. Fähigkeit des neuromuskulären Systems, Widerstände mit hoher Kontraktionsgeschwindigkeit zu überwinden.
Schrittfrequenz: Anzahl der Einzelschritte eines Läufers pro Minute.
Tapering: Das Reduzieren von Trainingsumfang und -intensität kurz vor einem wichtigen Wettkampf.
Tempo: Ein Maßstab dafür, wie schnell sich ein Sportler fortbewegt.
Training: Ein Sammelausdruck für die Art und Weise, wie sich Athleten auf Wettkämpfe vorbereiten.
Trainingsbereich: Eine Bandbreite von Intensitäten, die spezifische Adaptationen bei Athleten stimulieren sollen. Die bekanntesten Trainingsbereiche orientieren sich an bestimmten Pulswerten, aber auch Tempo und Wattleistung sind ein effektiver Maßstab.
Übergangsperiode: Periode, in der Umfang, Intensität und Struktur des Trainings stark herabgesetzt sind, um eine maximale physische und psychische Erholung von den Belastungen des Trainings und der Wettkämpfe der vorangegangenen Saison zu ermöglichen.
Übertraining: Extreme und chronische Müdigkeit, hervorgerufen durch körperliche Überbeanspruchung, weil der Regeneration von und der Adaptation an hohe Trainingsbelastungen nicht genügend Zeit eingeräumt wurde.
Umfang: Summe aus Häufigkeit, Dauer und Intensität des Trainings.
Ventilatorische Schwelle: Eine der anaeroben oder der Laktatschwelle gleichwertige Intensität, die anhand der Atmung und Sauerstoffaufnahme des Sportlers gemessen wird. Gleichbedeutend mit anaerober Schwelle oder Laktatschwelle.
VO2max: Die maximale Sauerstoffmenge, die die Muskeln eines Sportlers während einer Minute höchster körperlicher Anstrengung verbrauchen können. VO2max ist gleichbedeutend mit aerober Kapazität oder maximaler Sauerstoffaufnahmefähigkeit.
Vorbereitungsperiode: Niveauerhaltende Trainingsperiode, in der Athleten ihren Körper auf die höheren Anforderungen künftiger Trainingsphasen vorbereiten.
Vorwettkampfperiode: In dieser Periode werden der Trainingsumfang stark reduziert und die Intensität maximiert, um für einen Wettkampf in Bestform zu kommen.
Wachstumshormon Somatotropin (STH): Ein Hormon mit weit reichenden Funktionen, das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird; es regt das Gewebewachstum sowie die Fettverbrennung an.
Wettkampfperiode: Die Periode, in der das erwünschte Leistungsvermögen erreicht ist und das Training der Aufrechterhaltung dieser Leistungsfähigkeit dient, während man sich in Vorbereitung auf wichtige Wettkämpfe ausruht.
Wiederholung: Ein Element oder eine Übung während eines Intervalltrainings.
Zieltempo: Die Geschwindigkeit, von der ein Athlet hofft, sie in den wichtigsten Wettkämpfen einer Saison halten zu können.
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Quellen: sportwelt-verlag.de, wikipedia.de




